Das Gewächshaus braucht Hilfe

„Ich stelle das ins Gewächshaus und dann wird das schon.“ Nix da! Zumindest im Frühjahr sind tägliche Beobachtung und ggf. Reaktionen unbedingt nötig. Ich habe dafür jetzt einen Klimadaten-Logger im Einsatz.

Dabei handelt es sich um ein Messgerät, das in einstellbaren Abständen Temperatur und Luftfeuchtigkeit aufzeichnet und am Computer ausgelesen werden kann. Hard- und Software gab es kürzlich für wirklich kleines Geld bei einem großen Discounter.

Sehen wir uns zunächst die im Gewächshaus aufgezeichnete Temperaturkurve (Bild oben) an. Gemessen wurde alle 30 Minuten. Bei direkter Sonneneinstrahlung lagen die Spitzen deutlich über 40° C – lebensgefährlich für viele Pflanzen. Aber: Diese Extremwerte wurden zum Glück jeweils nur für ganz kurze Zeit gemessen. Dennoch macht es Sinn, mittags für weit geöffnete Fenster und Türen zu sorgen.

Ähnlich ist die Situation in der Nacht. Ohne Hilfsmittel blieb die Temperatur gerade mal so knapp über dem Gefrierpunkt. Für den Gärtner heißt das: Fenster und Tür rechtzeitig schließen und etwas zum Heizen (Grabkerzen, Heizgerät oder Ähnliches) bereithalten.

Der zweite aufgezeichnete Wert zeigt die Luftfeuchtigkeit. Wie nicht anders zu erwarten, verhält sie sich konträr zur Temperatur. Wärme führt also zu trockener Luft, Kälte zu feuchter. Das bedeutet für uns: Bei Wärme muss mehr gegossen werden! Eine Überraschung? Nicht wirklich!

Veröffentlicht von gerdsgarten

Gelernter Redakteur, Hobbyfotograf, Rentner. Blogger-Neuling zum Thema Garten.

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