Auf ein Neues!

Wer keine Fehler macht, wird sich niemals verbessern. Diese Erkenntnis haben schon viele Menschen formuliert, die deutlich intelligenter sind oder waren als ich. Und dann gibt es da noch eine Plattitüde: Neues Spiel, neues Glück. Passt alles irgendwie zum Jahreswechsel und zum Gärtnern.

Wie auf den Saattütchen empfohlen hatte ich meine Paprika und Chili im vergangenen Jahr im März ausgesät. Im Laufe der Monate wuchsen aus den kleinen Samenkörnchen wunderbare, große Pflanzen. Sie blühten überreichlich und setzten Früchte an. Aber dann wurden die Tage plötzlich völlig überraschend immer kürzer und kühler … Kurzum: Ich konnte im Hochbeet keine einzige Paprika oder Chili ernten, die am Strauch ausgereift war.

Das soll in diesem Jahr anders werden. Schon am Silvestertag kam das sauber abgezählte Saatgut in lauwarmen Kamillentee, der direkt auf der Heizung vor dem Auskühlen bewahrt wurde. Natürlich waren auch die Sticker vorbereitet, um eine Verwechslung der Sorten zu verhindern.

Zwei Tage später ging’s dann direkt aus den Eierbechern ab in die Kokos-Anzuchterde. In einem Mini-Gewächshaus auf der Fensterbank dürfen sich die künftigen Leckereien nun auf den Start in ein überirdisches Leben vorbereiten, das ich ihnen zunächst mit einer Pflanzenlampe behaglich machen werde. Und nach den Eisheiligen kommen sie dann nicht ins Hochbeet, sondern in hübsche Kübel. Die kann ich zur Not ins Haus holen, wenn die Tage wieder kürzer und kühler werden.

Veröffentlicht von gerdsgarten

Gelernter Redakteur, Hobbyfotograf, Rentner. Blogger-Neuling zum Thema Garten.

4 Kommentare zu „Auf ein Neues!

  1. Gerd, jetzt weiß ich, wo das Problem im letzten Jahr lag!

    Du versuchst Deine Paprikapflanzen auf ein überirdisches Leben vorzubereiten; das kann nicht klappen. Versuch sie auf ein irdisches Dasein einzustellen, das später in Deinem Magen enden wird.
    Ich könnte mir vorstellen, dass sie sich dann im Laufe des Sommers eher in ihr Schicksal fügen und sich willig dem Alterungsprozess (manche nennen ihn auch „Reifeprozess“) unterwerfen werden!

    Also wirklich: Auf ein Neues!
    Viel (mehr) Erfolg dieses Mal wünscht
    J:)rgen

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    1. Tja, Jürgen, was soll ich sagen? Du hast ja so Recht! Wer „überirdisch“ und „oberirdisch“ verwechselt, hat keine Paprika verdient. Ich gelobe Besserung.

      PS: Heute Morgen haben die ersten Pflänzchen das Licht der Welt erblickt.

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      1. Was!? Auf die Verwechselung von „überirdisch“ und „oberirdisch“ steht „Ein Jahr Paprika-Entzug“? Das ist nicht gerecht! Versuch‘ mal Widerspruch einzulegen; das schreit förmlich nach Wiedergutmachung in diesem Jahr…

        Ich werde zur Abwechslung mal vollständig auf die Voranzucht verzichten (außer bei Tabak; den will ich in diesem Jahr auf jeden Fall wieder haben) und alle meine Pflanzen, die ich jahrelang in der Wohnung unter beengten Verhältnissen aufgepäppelt habe, direkt im Folientunnel aussäen. Oft sahen die Vorgezogenen später im Garten jämmerlich aus und brauchten ewig, bis sie aus dem Knick kamen.

        Im letzten Jahr habe ich nämlich festgestellt, dass z. B. Tomaten, Melonen, Zukkini und Kürbis, die zu der ihnen zusagenden Zeit im Folientunnel gekeimt sind, die mühsam vorgezogenen Pflänzchen ruckzuck eingeholt haben…

        Warum sich also mehr Arbeit machen als nötig.
        Mal sehen, was draus wird…

        Viele Grüße
        Jürgen

        P.S.: Ich habe übrigens heute ein kleines Päckchen zu Dir auf die Reise geschickt (damit Du auch mal dick auftragen kannst)

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