Während die neuen Chilipflanzen für 2025 schon kühl und hell auf einer Fensterbank stehen und kräftige Wurzeln bilden dürfen, warteten die letzten Früchte vom Vorjahr immer noch auf ihre Bestimmung. Ihr wisst ja, dass ich die kräftigsten Pflanzen immer vor dem ersten Frost ins Haus hole und die Früchte in Ruhe ausreifen lasse. Die drei Pflanzen, die diesen Luxus genießen durften, treiben übrigens schon wieder aus und werden im Sommer für die erste Ernte sorgen. Nun galt es nur noch, die letzten Früchte zu verarbeiten.
Zum Trocknen habe ich die Chili einfach in eine Kasten-Backform gefüllt und auf einen Heizkörper gestellt. Einmal täglich Schütteln verhinderte Kontaktschäden und ungleiches Trocknen. Dabei hört man schon am Klang, wann die Früchte wirklich trocken sind.
Der nächste Schritt ist dann das Zerkleinern. Dafür werden zunächst die Stielansätze entfernt. Das anschließende Zerbröseln geht ganz einfach mit den Händen – wobei Ihr sinnvollerweise Einmalhandschuhe benutzen solltet. Damit ist dann das erste Produkt fertig: Chiliflocken aus dem eigenen Garten!
Ihr mögt es feiner? Dann los! Einfach die Flocken in eine elektrische Kaffeemühle füllen und mahlen, bis das Pulver die von Euch gewünschte Körnung hat. Fertig ist das Chilipulver aus eigener Produktion.

Hallo Gerd,
die kräftigsten Chilipflanzen vor dem Frost ins Haus zu holen, ist eine schöne Idee – besonders wenn sie dort nicht nur ihre letzten Früchte ausreifen lassen, sondern im Frühjahr schon wieder austreiben. Auch dein Hinweis, die Früchte beim Trocknen täglich zu bewegen und am Klang zu erkennen, wann sie fertig sind, ist sehr praktisch.
Weitere Möglichkeiten zum Einlegen und Verarbeiten der Ernte habe ich hier gesammelt:
https://www.mein-pflanzenblog.de/2022/02/chili-haltbar-machen/
Handschuhe beim Zerbröseln sind bei scharfen Sorten wirklich Gold wert.
Liebe Grüße Lilly
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