Ist das Gemüse?

Während im Garten schon die dritte Charge Radieschen vernascht ist und der Rucola Samen ausbildet, beginnt jetzt auch auf „meinem“ Gutshof die Erntesaison. Unter dem Titel „Endlich Gutsherr“ hatte ich ja schon erzählt, dass ich in diesem Jahr ein Mietbeet in Burgsittensen bewirtschaften darf. Wegen Kälte und Nässe konnte dort erst Ende Mai gepflanzt und gesät werden, also wird auch alles etwas später reif.

Zumindest Radieschen, Rettich und mehrere Salatsorten haben es nun aber geschafft und bereichern unseren Speiseplan in zertifizierter Bioland-Qualität. Natürlich ist auch alles sehr lecker, aber der Preis dafür war in den ersten fünf Wochen doch ziemlich hoch.

Für die Mietbeete hatten die Klostergut-Pächter nämlich ein – sagen wir mal – ziemlich unkultiviertes Stück Land zur Verfügung gestellt. Vor der Pflanzung unseres Gemüses wurde die Fläche mehrfach gegrubbert, also oberflächlich gepflügt. Dadurch wurde der Boden zwar einigermaßen aufgelockert, die Wurzeln von so hartnäckigen Wildkräutern wie Ampfer und Knopfkraut blieben jedoch sehr wachstumsfreudig. Die Folge für mich und alle Beetmieter: Wir müssen nicht nur regelmäßig gießen, sondern mindestens ebenso oft jäten. Kein Vergleich zu den heimischen, seit Jahren gepflegten Hochbeeten, die im Sommer kaum noch Arbeit machen.

Und noch einen bedeutsamen Nachteil hat die Wildkräuter-Übermacht: Auf allen Beeten stellt sich die Frage „Ist das Gemüse oder muss das weg?“. In der Folge sind schon so einige ausgesäte Pflanzen der Hacke fleißiger Hobbygärtner zum Opfer gefallen. Da alle Beete nach einem einheitlichen Plan bestückt wurden, sind Fehler beim Jäten nicht zu übersehen. Da ist dann plötzlich ein Meter Ödland, wo beim Nachbarn saftige Möhrchen wachsen … Naja, aus Fehlern lernt man – oder anders gesagt: shit happens!

Veröffentlicht von gerdsgarten

Gelernter Redakteur, Hobbyfotograf, Rentner. Blogger-Neuling zum Thema Garten.

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