Gerd im Glück

Kann eine Handvoll krumme und nicht übermäßig große Karotten einen Hobbygärtner glücklich machen? Yes! Sie kann! Voraussetzung: Sie muss entweder das erste Mal aus dem eigenen Garten kommen oder sie muss eine jahrelange Serie von Misserfolgen beenden.

In meinem Gemüsegarten gilt Variante zwei. Früher – da war ja bekanntlich sowieso alles besser – waren alljährlich leckere Wurzeln im Beet. Kein Problem. Aber dann stieg ich um auf Saatband. Mal pur, mal versetzt mit Radieschen. Damit nahm die Katastrophe ihren Lauf. Nichts wollte mehr gedeihen, weder Karotten noch Radieschen. Also ging es diesmal endlich wieder back to the roots – zurück zu den Wurzeln.

Ein Tütchen Gonsenheimer Treib aus dem Saatgut-Fachhandel sollte das Ruder herumreißen. Die Samen wurden liebevoll in Rillen gestreut, keimten brav, wurden zweimal vereinzelt und wuchsen dann den Sommer über vor sich hin. Schon bald zeichnete sich ab, dass es diesmal endlich wieder eine Ernte geben würde.

Und dann jetzt endlich der finale Genuss. Ein paar Mal hatten wir natürlich schon genascht, aber die abschließende Ernte aus vier Metern Rille reichte noch locker aus als Beilage für zwei Mahlzeiten – einmal gebuttert, einmal in Schwitze. Jeder Gartenprofi lacht sich darüber tot, aber wir sind glücklich. Und machen im nächsten Jahr vielleicht einfach eine Acht-Meter-Rille.

Veröffentlicht von gerdsgarten

Gelernter Redakteur, Hobbyfotograf, Rentner. Blogger-Neuling zum Thema Garten.

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